Seit 1956 die Fachzeitschrift für Innere Sicherheit.

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Aus Bund & Ländern

  • Armin Schuster ist neuer Präsident des BBK

  • Neue modulare Körperschutzausstattung für die BePol Sachsen-Anhalt

  • Bundespolizei See „Potsdam-Klasse“: Einführung der Distanzwaffe

  • Innenminister eröffnet modernisierten Freiluftschießstand in Lorch

  • Neue "Radl-Uniform" für die Bayerische Polizei

  • Staatssekretär Dr. Markus Richter zu Gast in der BDBOS

  • BKA: Extremismusprävention - BMI und BKA veröffentlichen erstes Handbuch

  • Innen- und Verkehrsministerium Baden-Württemberg: Übergabe Enforcement Trailer

Armin Schuster ist seit dem 10. November 2020 neuer Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Der Bundespolizist und Diplom-Verwaltungswirt war zuvor Mitglied des Deutschen Bundestages. Bundesinnenminister Horst Seehofer übertrug Armin Schuster am Morgen des 10. November in Berlin formell die Funktion des Präsidenten des BBK.
Dabei sagte Horst Seehofer unter anderem: "„Armin Schuster ist für das BBK eine hervorragende Wahl.“" Wegen seiner umfangreichen Führungserfahrung aus der Bundespolizei könne sich Armin Schuster sofort an die Arbeit machen. "„Er ist nicht nur Experte auf seinem Fachgebiet, sondern verfügt auch über die Fähigkeiten, wichtige Vorhaben strukturiert und zielgerichtet zum Erfolg zu führen. Das BBK ist bei ihm in guten Händen“", sagte der Bundesinnenminister.
Armin Schuster ist 1961 in Andernach am Rhein geboren. Er gehörte 29 Jahre der Bundespolizei an und war deutschlandweit in unterschiedlichen Führungspositionen tätig, zuletzt als Leiter des Bundespolizei-Amtes/Inspektion Weil am Rhein.
Seit 2009 war Armin Schuster direkt gewähltes Mitglied des Deutschen Bundestages für den Wahlkreis Lörrach-Müllheim und Mitglied im Innenausschuss. 2014 wurde er Obmann der CDU/CSU-Fraktion im Innenausschuss und Mitglied im Parlamentarischen Kontrollgremium der Nachrichtendienste des Bundes. Insgesamt hat Schuster in vier Untersuchungsausschüssen des Bundestages mitgearbeitet, unter anderem als Obmann des zweiten NSU-Untersuchungsausschusses und als Vorsitzender des Untersuchungs-ausschusses zum Anschlag am Breitscheidplatz. Seit 2018 war Armin Schuster Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums.
Im BBK erwartet Schuster eine Vielzahl neuer Aufgaben. "„Gerade jetzt stehen wir vor großen Herausforderungen im Bevölkerungsschutz und dieser Verantwortung bin ich mir sehr bewusst. Ich werde meine ganze Kraft dafür einsetzen, mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, wie mit unseren Partnern die vor uns liegenden Anforderungen zu meistern. Daher freue ich mich sehr auf diese neue Aufgabe im Bereich der öffentlichen Sicherheit und danke dem Minister für das in mich gesetzte Vertrauen“", sagte Schuster am Tag seines Amtsantritts.


(Foto: BMI / Bertrand)


Armin Schuster ist neuer Präsident des BBK

Die Landespolizei Sachsen-Anhalt führt als eines der ersten Bundesländer einen neu entwickelten hochmodernen Körperschutz für die Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei und der Zentralen Einsatzdienste ein. Es wurden 1.267 neue modulare Körperschutzausstattungen („modulare KSA“) im Wert von 2,3 Millionen Euro vom deutschen Hersteller Mehler Vario System beschafft. Die ersten Exemplare, die nunmehr Stich- und Schlagschutz sowie die bislang separate ballistische Schutzweste in einem vereinen, wurden von Innenminister Holger Stahlknecht am 30. September 2020 an die Bereitschaftspolizei Sachsen-Anhalt übergeben.

Innenminister Holger Stahlknecht: „Konsequent neue und moderne Ausstattung für die Polizei – das ist mir wichtig. Nach der Einführung zum Beispiel neuer Dienstpistolen und Streifenwagen sowie der Indienststellung neuer Hubschrauber haben wir modulare Körperschutzausstattungen beschafft. Wir sorgen damit für einen deutlich besseren Schutz der Beamtinnen und Beamten der Bereitschaftspolizei und der Zentralen Einsatzdienste bei ihren Einsätzen.“

Der Schutzausstattung für Polizisten (w/m/d) kommt eine prioritäre Bedeutung zu. Mit Blick auf aktuelle Entwicklungen ist eine Schutzausstattung erforderlich, welche neben dem vorhandenen Schlag- und Stichschutz auch einen ballistischen Schutz bietet. Das gleichzeitige Tragen beider derzeitig im Einsatz befindlichen Schutzkomponenten (KSA und ballistische Unterziehschutzweste) übereinander, stellt für die eingesetzten Kräfte bei lang andauernden Einsatzzeiten eine extreme Belastung dar. Vor diesem Hintergrund wurde auf Initiative des Bundes eine Bund-Länder-Projektgruppe eingerichtet und eine modulare KSA entwickelt, die die Schutzkomponenten Schlag-, Stich- und ballistischen Schutz ineinander vereinen. Mit 10 kg wiegt sie sogar 3 kg weniger als die bisherige Kombination der Schutzkomponenten und bietet höheren Schutz.

 

(Foto: Uwe Wehrstedt)


Neue modulare Körperschutzausstattung für die BePol Sachsen-Anhalt

Nach der Indienststellung der drei neuen Bundespolizei-Einsatzschiffe der „Potsdam-Klasse“ folgt nunmehr die Einführung von Bordgeschützen. Die erste Distanzwaffe des Typs Bofors MK 3 im Kaliber 57 Millimeter wurde am 13. August 2020 auf der BP 83 „Bad Düben“ eingerüstet.

Zusammen mit dem Waffenleitsystem „EOS“ der Firma Saab erfolgten Aufbau und System-Integration bei der Fassmer-Werft in Berne bei Bremen. Die Bewaffnung ist notwendig, um polizeiliche Maßnahmen nach dem Seevölkerrecht durchzusetzen und zum Eigenschutz der Schiffe beizutragen. So sind die Geschütze beispielsweise in der Lage, auch größere Schiffe zum Stoppen zu zwingen.

Zusammen mit dieser neuen Bewaffnung werden die neuen Einsatzschiffe der Bundespolizei die derzeit noch vorhandenen Fähigkeitslücken im Zusammenwirken mit der GSG 9 und dem Flugdienst der Bundespolizei schließen. Maritimen Sonderlagen im originären Aufgabenbereich der Bundespolizei auf See können somit national und international wirksam begegnet werden.

Mit dem Aufbau und der Integration beginnen nun die umfangreichen notwendigen Tests und Abnahmen des Gesamtsystems. Im Oktober 2020 soll die Waffe nach erfolgreichem Seezielschießen einsatzbereit an die Nutzer übergeben werden.

Mit der Integration der Distanzwaffe geht beim Direktionsbereich See auch der umfangreiche Lernprozess im Zusammenhang mit dem Einsatzschiff weiter.
 

Marine Geschützsystem 57 MK 3 DE BP
-    maximale Feuerreichweite 17.000 m
-    6-fach programmierbare 57 mm Munition
-    4 Schuss pro Sekunde / 220 Schuss pro Minute
-    Mündungsgeschwindigkeit: 1 035 m / s
-    Gesamtgewicht der Waffe (ohne Munition): 7.000 kg
-    die Kuppel besteht aus Radar-absorbierendem Material, welches durch die Nutzung von Radarstreuung ein sehr geringes Radarecho zurückwirft
-    es verfügt über eine High-Tech liegende Servo, welche höchste Tracking-Präzision und exzellente, minimale Waffenstreuungsbewegungen bietet
-    das Geschütz wird fernbedient und wird durch die Feuerüberwachungseinheit abgefeuert; es enthält computergestützte Ziel- und Feuerlimit-Systeme
-    das Geschütz ist unbemannt
-    zum Laden der Waffe (max. 120 Schuss) sind nur zwei Mann (in Zweitfunktion) für das Auffüllen der Zwischenmagazine notwendig


Foto: Distanzwaffe montiert

 

(Quelle: BPOLP, Abt. 6 – Polizeitechnik und Materialmanagement, PG Neubau Einsatzschiff Typ P 86)


Bundespolizei See „Potsdam-Klasse“: Einführung der Distanzwaffe

Moderne Ausstattung und optimale Trainingsmöglichkeiten

Wiesbaden / Lorch, 03.08.2020 - Innenminister Peter Beuth hat den modernisierten Freiluftschießstand in Lorch eröffnet und sich über die Trainingsmöglichkeiten der hessischen Polizei auf der neuen Anlage informiert. Streifenpolizisten, Notinterventionsteams und Spezialeinheiten der hessischen Polizei demonstrierten wie dort an Handfeuerwaffen sowie der neuen Mitteldistanzwaffe der hessischen Polizei geübt und ausgebildet wird.

„Um für vielfältige Bedrohungsszenarien optimal gerüstet zu sein, haben wir im letzten Jahr rund 1.500 neue Mitteldistanzwaffen für die hessische Polizei beschafft. Mit dem für drei Millionen Euro modernisierten Freiluftschießstand in Lorch steht den Beamtinnen und Beamten der hessischen Polizei nun eine moderne Trainingsstätte zur Verfügung, die optimale Voraussetzungen für das polizeiliche Einsatztraining schafft. Realitätsnahe Übungen an den unterschiedlichen Waffengattungen sowie das Trainieren dynamischer Einsatzszenarien, sind für den Erfolg polizeilicher Einsätze entscheidend. In Lorch rüsten sich künftig wieder unsere Polizistinnen und Polizisten dafür, um den Bürgern in sämtlichen Notlagen Hilfe und Schutz zu bieten“, sagte Innenminister Peter Beuth.

Schießstätte umfassend modernisiert
Rund drei Millionen Euro hat die Hessische Landesregierung in die Modernisierung der Freiluftschießanlage in Lorch investiert. Bereits vor den Modernisierungsmaßnahmen diente die Schießstätte im Rheingau der hessischen Polizei für das polizeiliche Schieß- und Einsatztraining. Der nun erfolgte Aus- und Umbau ermöglicht das Befahren der 25-Meter-Anlage für dynamische Übungen mit Fahrzeugen und den realitätsnahen Trainingseinsatz der Mitteldistanzwaffe.

1.500 neue G38-Gewehre für die hessische Polizei
Beim Übungsszenario demonstrierten Notinterventionsteams den Einsatz der neuen Mitteldistanzwaffe der hessischen Polizei: das G38. Um rasch die Reaktionsfähigkeit der hessischen Polizei gegenüber Terroristen und anderen gefährlichen Kriminellen weiter zu erhöhen, wurden bereits 2018 130 G36-Gewehre an die sechs Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten (BFE) ausgeliefert. Nach einem europaweiten Vergabeverfahren wurde die Firma Heckler und Koch mit der Lieferung von rund 1.500 modernen G38-Gewehren beauftragt. Die Auslieferung der Waffen erfolgt seit Frühjahr 2020. Die G38-Gewehre für die hessische Polizei werden so modifiziert, dass nur der gezielte Einzelschuss möglich ist, nicht das sogenannte Dauerfeuer.   

„Mit der modernen Mitteldistanzwaffe geben wir den Kolleginnen und Kollegen landesweit die notwendige Durchschlagskraft im Kampf gegen Schwerverbrecher und gefährliche Fanatiker an die Hand. Anschlags- und Amoktaten mit schwer bewaffneten Tätern haben auf schreckliche Weise verdeutlicht, dass die Polizei auch für solche Szenarien gerüstet sein muss. Darauf haben wir mit unserer Sicherheitsstrategie und den landesweit aufgebauten Notinterventionsteams unmittelbar reagiert und unsere Polizei robuster ausgestattet und intensiv geschult. Wir werden die Ausrüstung der gesamten Polizei auch künftig weiter verbessern. Die kurzfristig verbesserte Standard-Maschinenpistole ersetzen wir jetzt sukzessive durch das leistungsstärkere Gewehr. Der Schießstand in Lorch ermöglicht der Polizei nun optimale Bedingungen für die Aus- und Weiterbildung am G38“, sagte der Innenminister.

Moderne Ausstattung für die hessische Polizei
Die Hessische Landesregierung investiert 2020 so viel Geld wie noch nie in den Bereich der Inneren Sicherheit. Während vor 20 Jahren noch 766 Millionen Euro für die Polizei im Haushalt zur Verfügung standen, liegt der Wert im Jahr 2020 bei 1,8 Milliarden Euro. Die Modernisierung der Dienst- und Schutzbekleidung und die Beschaffung neuer Mitteldistanzwaffen stärken die Reaktionsfähigkeit der hessischen Polizei weiter. Hierfür investiert die Hessische Landesregierung 2020 rund zehn Millionen Euro. Zu den Maßnahmenpaketen zur Verbesserung der Ausstattung der hessischen Polizei zählen neben der neuen Mitteldistanzwaffe auch die Beschaffung von 2.400 ballistischen Schutzpaketen für Notinterventionsteams, weitere 1.000 Körperschutzausstattungen, 10 000 ballistische Schutzwesten mit integriertem Stichschutz sowie 10.000 Schnittschutzschals.
 

Foto
Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus besuchte am 07.07.2020 das Hessische Polizeipräsidium für Technik (HPT) in Wiesbaden. Im „Technik-Talk“ demonstriert u. a. Polizeihauptkommissar Olaf Allmannsberger (vorne rechts), Leiter des Hauptsachgebietes Waffen und Gerät, das G38, die neue Mitteldistanzwaffe (MDW) der hessischen Polizei. Mit der MDW wird seit letztem Jahr sukzessive die über 50 Jahre alte Maschinenpistole MP5 abgelöst. Das G38 unterstützt die hessische Polizei bei neuen Arten von Bedrohung und erhöht die Reaktionsfähigkeit gegenüber Terroristen und anderen gefährlichen Kriminellen.

(Quelle: HPT)

 


Innenminister eröffnet modernisierten Freiluftschießstand in Lorch

Rund 500 Polizistinnen und Polizisten der Bayerischen Polizei, die als Fahrradstreifen und Verkehrserzieher unterwegs sind, bekommen ab August 2020 schrittweise eine neue Dienstbekleidung. "Die neue Radl-Uniform der Bayerischen Polizei ist hochfunktional und bestens auf den Einsatz abgestimmt", hat heute Bayerns Innenminister Joachim Herrmann bei der Vorstellung in München erklärt. Vorangegangen war ein mehrmonatiger Trageversuch in Erlangen, München und Passau.  Getestet wurden Trikots, Fahrradhosen, Softshell-Jacken und Helme aus dem Ausrüstungskonzept der österreichischen Polizei sowie die Kollektionen der baden-württembergischen und nordrhein-westfälischen Kollegen. "Anhand der Praxiserfahrungen bei Wind und Wetter haben wir für unsere neue Radl-Uniform die bestmögliche Zusammenstellung gewählt", erläuterte Herrmann. "Die rund 200.000 Euro sind hervorragend investiert."
In einem ersten Schritt erhalten die Polizei-Radler für ihren Einsatz in der wärmeren Jahreszeit Zipp-Off-Hosen, lang- und kurzärmlige Radtrikots, einen Fahrradhelm sowie eine funktionale Unterbekleidung. 2021 folgt dann noch eine Softshelljacke für kühlere Tage. Das Design der neuen Radl-Kleidung ist an das Uniformkonzept der Bayerischen Polizei und die Bekleidung der Motorradstreifen angelehnt.

Nach Herrmanns Worten wird die Arbeit der Fahrradstreifen immer wichtiger. "Unsere Radl-Polizisten haben besonders Radfahrer im Blick, die sich nicht an die Verkehrsregeln halten", so der Innenminister. "Dabei geht es uns um mehr Sicherheit." Nachdem Radfahren gerade in Ballungsräumen immer attraktiver wird, nehmen laut Herrmann auch die Unfallgefahren zu. Mehr als 70 Radler kommen jährlich auf Bayerns Straßen ums Leben. Etwa zwei Drittel der Unfälle haben die Radler selbst verursacht. Kein Verständnis hat der Innenminister deshalb für diejenigen, die beispielsweise rücksichtslos unterwegs sind, Ampeln ignorieren, entgegen der Fahrtrichtung radeln oder fahruntüchtig sind. "Hier haben unsere Radstreifen den klaren Auftrag, konsequent zu kontrollieren", so Herrmann.

Die Vorteile von Fahrradstreifen sieht Herrmann vor allem im städtischen Bereich, wo bei stockendem Verkehr das Fahrrad schneller und wendiger ist als ein Pkw. Auch in Grün- und Parkanlagen sei der Radl-Einsatz sinnvoll. "Natürlich überwachen unsere Fahrradstreifen nicht nur den Straßenverkehr", ergänzte der Minister. "Sie sind auch bei der Bekämpfung von Straßenkriminalität im Einsatz und haben etwa bei Fahndungen ein waches Auge." Für Herrmann ebenfalls wichtig: "Unsere Polizei-Radler sind für Bürgerinnen und Bürger immer ansprechbar."


Video: https://youtu.be/wZS3tA8Bfho


(Foto: Bayerisches StMI, Sammy Minkoff)


Neue "Radl-Uniform" für die Bayerische Polizei

Am 14. Juli 2020 stattete Dr. Richter der BDBOS einen Besuch im Dienstgebäude am Fehrbelliner Platz ab.

Dr. Richter ist seit 1. Mai dieses Jahres beamteter Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik, ist Vorsitzender des Verwaltungsrates der BDBOS und zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrates der ALDB GmbH.

Zum Auftakt des Besuchs erfolgte ein vertrauensvoller Gedankenaustausch mit BDBOS-Präsident Andreas Gegenfurtner und BDBOS-Vizepräsident Frank Buddrus. Anschließend stellten die Direktorin als Beauftragte für die Netze des Bundes, Ines Fiedler, und die Abteilungsleitungen der BDBOS sich und ihre Aufgaben vor. Bei der darauffolgenden Diskussion wies Dr. Richter darauf hin, dass die Aufgabenwahrnehmung der BDBOS zentral und wesentlich für das Funktionieren der staatlichen Kommunikation in der Bundesrepublik Deutschland sei und für ihn daher besondere Bedeutung habe. Abgerundet wurde der Besuch von Dr. Richter mit einer Besichtigung des Network Management Center für den Digitalfunk BOS in den Räumlichkeiten der ALDB, wo er sich von dem professionellen Wirken im technischen Betrieb überzeugen konnte.

Der Staatssekretär brachte seinen Dank und seine Anerkennung für die Leistungen der BDBOS zum Ausdruck und betonte, dass er sich auf das weitere Zusammenwirken sehr freue.

(Foto: BDBOS/Laske)


Staatssekretär Dr. Markus Richter zu Gast in der BDBOS

Erfolgreiche Extremismusprävention bedarf eines gesamtgesellschaftlichen Ansatzes. Einen Beitrag für diesen Dialog soll das aktuell veröffentlichte Handbuch "Extremismusprävention", kurz HEx, des Bundeskriminalamtes (BKA) leisten. Darin werden erstmals die aktuellen Wissensstände der Präventionslandschaft zum Thema Extremismusprävention zusammengeführt und gemeinsam abgebildet. Die Eindämmung von Extremismus ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie kann nicht allein von den Sicherheitsbehörden bewältigt werden, sondern muss durch interdisziplinäre und ressortübergreifende Präventionsmaßnahmen von Wissenschaft und Zivilgesellschaft ergänzt werden. Erklärtes Ziel ist es, Radikalisierungsprozesse zu erkennen, wo immer möglich zu verhindern und denjenigen, die sich bereits in entsprechenden extremistischen oder terroristischen Szenen befinden, Angebote zum Ausstieg und zur Deradikalisierung zu machen.   Die Herausforderung: Das vielschichtige Wissen rund um die Extremismusprävention ist breit verteilt auf eine Vielzahl von Wissensträgern. Deshalb hat die Forschungsstelle Terrorismus/Extremismus im BKA dieses erstmals in einem Gesamtwerk zusammengetragen. Die Herausgeber, Brahim Ben Slama und Dr. Uwe Kemmesies, brachten Vertreter aus Wissenschaft und Praxis, aus Zivilgesellschaft und Behörden zusammen. Das Ergebnis dieses Austausches findet sich nun im HEx wieder und steht künftig allen Akteuren in der Extremismusprävention genauso zur Verfügung wie der interessierten Öffentlichkeit.

Zu den Inhalten gehören unterschiedlichste Phänomenbereiche wie Ausländerfeindlichkeit, Rechts- und Linksextremismus, Salafismus und Islamismus, aber auch die Präventionsarbeit in extremistischen Fußballfanszenen - sowohl in Deutschland wie auch im europäischen Ausland. Die Beiträge stammen von ausgewiesenen Expertinnen und Experten und beleuchten das weite Feld der Präventionspraxis auf der Grundlage des aktuellen Wissens- und Erfahrungsstandes.

Das dreiteilige Handbuch 1. informiert über die Grundlagen der verschiedenen Phänomenbereiche, Radikalisierungsprozesse sowie unterschiedliche Ansätze der Evaluation, 2. bietet einen Praxisteil, das verschiedene Aspekte der Umsetzung von Prävention aufzeigt und 3. setzt Schlaglichter auf ausgewählte Bereiche und Themenfelder, die eine entscheidende Rolle in der Extremismusprävention spielen.

BKA-Präsident Holger Münch: "Extremismus bekämpfen heißt Extremismus verhindern.
Das jetzt vorgelegte 'Handbuch Extremismusprävention' kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten, denn es beinhaltet ein breites Abbild des aktuellen Wissensstandes zu jedweder Form extremistischer Ausprägung. Wir wollen so allen mit der Thematik befassten Akteuren eine thematische Orientierung anbieten, ihre Vernetzung fördern und dem weiteren Diskurs neue Anstöße ermöglichen."

Das Handbuch erscheint in einer ersten Auflage von 4.500 Stück und kann ab sofort auch kostenfrei auf www.bka.de/hex als barrierefreie PDF-Datei heruntergeladen werden. Zusätzlich werden ab 2021 die Inhalte des Handbuchs Extremismusprävention auf www.handbuch-extremismusprävention.de einzeln abrufbar sein.


BKA: Extremismusprävention - BMI und BKA veröffentlichen erstes Handbuch

High-Tech gegen High-Risk: Polizei erhält hochmoderne Instrumente zur Geschwindigkeitskontrolle
 
Stv. Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl: „Wir retten Menschenleben. High-Tech gegen High-Risk“

Verkehrsminister Winfried Hermann MdL: „Wir nehmen die ‚Vision Zero‘ ernst“


Der Stv. Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl und Verkehrsminister Winfried Hermann MdL übergaben heute an der A6 in Hockenheim einen Enforcement Trailer – also einen Blitzer, der in einem Anhänger verbaut ist – an das Polizeipräsidium Mannheim. Das Verkehrsministerium Baden-Württemberg finanziert die durch das Innenministerium initiierte Anschaffung mit 150.000 Euro. Bis ins Jahr 2021 sollen weitere zehn regionale Polizeipräsidien in Baden-Württemberg mit je einem Enforcement Trailer ausgestattet werden.
 
„Nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit ist seit Jahren die Hauptunfallursache bei den tödlichen Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg. Allein im Jahr 2019 starben 179 Menschen, also jeden zweiten Tag ein Toter auf baden-württembergischen Straßen, weil ein Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs war. Auf den Autobahnen in Baden-Württemberg ist mehr als jeder zweite tödliche Verkehrsunfall darauf zurückzuführen. Wir nehmen das nicht hin, die Polizei kontrolliert deshalb konsequent Geschwindigkeitsverstöße. Die Messanhänger erleichtern unseren Polizistinnen und Polizisten die Arbeit und können bis zu zehn Tage autark arbeiten. Damit retten wir am Ende des Tages Menschenleben“, sagte der Stv. Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl.
 
„Wir nehmen die ‚Vision Zero‘, einen Straßenverkehr ohne Getötete und Schwerverletzte, ernst. Den Wunsch nach einer stärkeren Verkehrsüberwachung fordern wir nicht nur ein, sondern unterstreichen diesen auch mit der Finanzierung des Trailers. Die Einführung der Enforcement Trailer bei der Polizei-Baden Württemberg ist ein weiterer wichtiger Schritt, um Menschenleben im Straßenverkehr zu schützen und den Verkehr für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer noch sicherer zu machen. Verkehrsüberwachung ist kein Selbstzweck; es geht darum schweren Unfällen vorzubeugen“, erklärte Verkehrsminister Winfried Hermann MdL.
 
„Das Motto ist: ‘High-Tech gegen High-Risk!‘ Bei der Bekämpfung der Unfallursache Nummer Eins kann unsere Polizei dann überall in Baden-Württemberg auf eine hochmoderne und flexibel einsetzbare Technik zurückgreifen. Sie ermöglicht eine rasche Reaktion, sobald einzelne Brennpunkte identifiziert werden und ergänzt somit hervorragend die Palette der Einsatzmittel polizeilicher Verkehrsüberwachung“, so Innenminister Thomas Strobl.
 
Um den Kontrolldruck zu steigern und damit die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen, werden nun landesweit sogenannte Enforcement Trailer eingesetzt. Der Enforcement Trailer stellt eine wichtige Ergänzung des Technikmixes aus stationärer sowie mobiler Geschwindigkeitsüberwachung dar. Für den Betrieb des Hängers ist vor Ort kein Personal notwendig, er kann Tempolimits bis zu zehn Tage überwachen und ist so geschützt, dass er nicht von Vandalen zerstört werden kann. Die Enforcement Trailer werden überwiegend auf Bundesautobahnen, aber auch auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen außerhalb geschlossener Ortschaften, eingesetzt, besonders an Unfallschwerpunkten.
 
Die neue Messtechnik wurde durch das Präsidium Technik, Logistik, Service der Polizei in Stuttgart beschafft. Hierzu wurde 2019 ein europaweites Vergabeverfahren durchgeführt, bei dem die Fa. Vitronic Dr. Ing. Stein GmbH aus Wiesbaden den Zuschlag erhielt. Das Messsystem kann zeitgleich den ankommenden und abfließenden Verkehr von bis zu vier Fahrstreifen erfassen und deren jeweilige Geschwindigkeiten gleichzeitig messen. Das Messsystem kann überdies einzelne Fahrzeugklassen, wie etwa Pkw und Lkw, automatisch voneinander unterscheiden, sodass auch an Stellen mit unterschiedlichen Geschwindigkeitsbegrenzungen gemessen werden kann.


(Foto: Innenministerium Baden-Württemberg)


Innen- und Verkehrsministerium Baden-Württemberg: Übergabe Enforcement Trailer

Aus Wirtschaft & Wissenschaft

Elbit Systems stärkt die Aktivitäten in Deutschland – TELEFUNKEN RACOMS firmiert zukünftig als Elbit Systems Deutschland

 

Haifa, Israel und Ulm, Deutschland / 1. Oktober 2020  – Die hundertprozentige deutsche Tochtergesellschaft TELEFUNKEN RACOMS firmiert um zu Elbit Systems Deutschland GmbH & Co. KG („Elbit Systems Deutschland“) und stärkt damit die Geschäftsaktivitäten von Elbit Systems Ltd. in Deutschland. Das Unternehmen wird von Thomas Nützel geleitet, der in den vergangenen zehn Jahren bereits als CEO von TELEFUNKEN RACOMS tätig war. ... mehr

 


Innovation / Weltneuheit: TARGETMASDR™ mobile Schiesstrainingsanlage mit Trefferanzeige und Schussauswertung

Horgen, Schweiz, 29.09.2020 - TARGETMASDR™ ist eine kompakte, preisattraktive Alternative für das professionelle Schiesstraining für Kurzwaffen. Die Anlage bietet dem Benützer optimale Trainingsmöglichkeiten für ein Schiesstraining mit Handfeuerwaffen in den gängigen Kaliber bis maximal 1500 Joule oder 650m/Sekunde. Geschossen soll im Kurzdistanzbereich zwischen 1.5m und ca. 12 Meter erfolgen, welches auch aus ausbildungstechnischer Sicht sinnvoll ist, da weltweit 80% aller gewalttätigen Konfrontationen mit Schusswaffen innerhalb von 0-6 Meter passieren. ...mehr


Mercedes-Benz für Messeauftritt auf der GPEC® 2020 mit dem Red Dot Brands & Communication Award ausgezeichnet

Berlin, 04.08.2020 – Der diesjährige „Red Dot Award“ in der Kategorie „Brands & Communication“ geht an Mercedes-Benz. Ausgezeichnet wurde der diesjährige Messeauftritt auf der internationalen Polizeimesse General Police Equipment Exhibition & Conference® (GPEC®), die im Februar in Frankfurt am Main stattfand. Die Fachjury prämierte die herausragende Designqualität, des 324 Quadratmeter großen Messestandes, der mit einem konsequenten Nachhaltigkeitskonzept vom Transport und Messebau, über die verwendeten Materialien und deren Entsorgung, bis hin zu Beleuchtung und Catering überzeugte. ... mehr


Rheinmetall unterstützt im Kampf gegen Corona: Großauftrag über Schutzmasken


Beitrag zum Bevölkerungsschutz auch in krisenhafter Lage

Düsseldorf, 04.08.2020 - Rheinmetall hat einen weiteren Großauftrag im Bereich der Schutzausrüstung für Personal im medizinischen und im pflegerischen Bereich erhalten. Vom Bund ist der Düsseldorfer Konzern für Mobilität und Sicherheit jetzt (Juli 2020) beauftragt worden, persönliche Schutzausrüstung (PSA) im Wert von rund 16 MioEUR netto zu liefern. ... mehr


PTZ war gestern: Simulator vergleicht Kameratechnologien


Der Panomera® Multifocal-Sensor-Effekt „zum Ausprobieren“

Regensburg, 30. Juli 2020 – Dallmeier electronic, einer der führenden Hersteller von Videosicherheitstechnik, stellt einen interaktiven Simulator zum Vergleich von Megapixel-, PTZ- und Multifocal-Sensortechnologie vor. Endanwender, Errichter und Interessierte können damit verschiedene Kameratechnologien vergleichen und den „Panomera®“-Effekt live am eigenen Bildschirm erleben. ... mehr


Panasonic launcht Kamerareihe für Sicherheitslösungen mit KI-Funktionen


Mit dem neuen i-PRO Software Development Kit für Kameramodelle der X-Serie können Drittanbieter ab sofort  KI-Anwendungen entwickeln.

Wiesbaden, 29. Juli 2020 - Panasonic kündigt mit der i-PRO X-Serie eine Reihe von Netzwerküberwachungskameras mit integrierten KI-Funktionen an. Sie eignen sich ideal für die nächste Generation intelligenter Anwendungen in Wirtschaft und Gesellschaft. ... mehr


Das Cat® S62 Pro mit Wärmebildkamera: Der neue Maßstab für Innovation, funktionelles Design und robuste Haltbarkeit


Ausgestattet mit der fortschrittlichsten Wärmebildkamera, die aktuell in einem Smartphone integriert ist

München, 28. Juli 2020 – Die Bullitt Group, weltweiter Lizenznehmer für Cat® phones, erweitert ihr Produktportfolio und stellt ihr neues Flaggschiff mit integrierter Wärmebildkamera vor, welches mit dem derzeit höchstauflösenden, integrierten Lepton®-Sensor von FLIR Systems ausgestattet ist. ... mehr


Samsung, BSI, Bundesdruckerei und Telekom Security bringen gemeinsam Personalausweis aufs Smartphone


•    Hardware-basierter Schutz für die mobile eID

•    System für BSI-zertifizierte Drittanbieter zugänglich

•    Weitreichende Anwendungsszenarien möglich

Schwalbach/Ts. – 23. Juli 2020 – Samsung Electronics, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), die Bundesdruckerei (bdr) sowie die Deutsche Telekom Security GmbH bringen den elektronischen Personalausweis auf ausgewählte Samsung Galaxy Smartphones. Geplant ist dies noch im Laufe des Jahres, sobald die mobile eID-Lösung in Deutschland verfügbar ist. ... mehr


Parrot unterstützt aktiv französische Drohnenregulierung


Paris, 22. Juli 2020 - Parrot, eine führende europäische Drohnengruppe, arbeitet eng mit den französischen Behörden zusammen, um die rasch voranschreitenden Regulierungen in Frankreich in Angriff zu nehmen. Mit dem Wachstum der Drohnenindustrie und dem Zugang zu kleineren und effizienteren Drohnen für alle bleibt die Sicherheit weiterhin ein wichtiges Anliegen für alle Beteiligten innerhalb der Branche. ... mehr


Motorola Solutions WAVE PTX™: Breitband Push-to-Talk in neuer Dimension


Cloudbasierte WAVE PTX Breitband-Push-to-Talk (PTT)-Gruppenkommunikation verbindet Teams in Echtzeit und bietet neue Multimediakommunikation einschließlich Live-Video-Streaming
Idstein – 15. Juli 2020 – Rund um den Globus sind Unternehmen darauf angewiesen, dass ihre Teams auf Tastendruck untereinander kommunizieren können, um Abläufe zu optimieren und Kunden einen besseren Service zu bieten. Eine sofortige Push-to-Talk-(PTT)-Gruppenkommunikation ist eine der effizientesten Arten der Kommunikation ... mehr